JUMA - Ein jungenspezifisches Projekt

Was bedeutet der Name JUMA?
Der Name Juma setzt sich aus Ju(ngen) und Ma(ennern) zusammen. Er stellt die Verbindung zwischen Jungen und Männern dar.

Gründe für die Konzeptionserstellung
Da Männer in der elementaren Erziehung der Kinder im Vorschul- und Grundschulalter oft rar sind und den Kindern die männlichen Vorbilder fehlen, haben wir ein Projekt speziell für Jungen im Kindergarten und der Grundschule entwickelt. Dem Mangel an männlichen Pädagogen möchten wir entgegenwirken, indem wir für Jungs ein Angebot mit männlichen Fachkräften schaffen, welches den Kindern ermöglichen soll, ein realistisches Männerbild entwickeln zu können.

Uns ist es wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse der Jungen im Vorschul- und Grundschulalter einzugehen und dementsprechende Aktionen anzubieten. Das Spektrum unserer Angebote reicht von psychomotorischen Projekten in der Turnhalle bis hin zu Outdooraktionen in der Natur.

Geschichte der Outdoorschule Nenana
Die Outdoorschule Nenana ist eine eigenständige Schule, die nach den Grundlagen der Erlebnispädagogik arbeitet und durch die Handlungsmodelle der Transaktionsanalyse unterstützt wird. Unsere Angebote richten sich an Vorschulgruppen, Schulklassen und Auszubildende in Form von Psychomotorische Angebote und Outdooraktionen. Auch begleiten wir Berufsgruppen von Firmen in Form von Teamtagen und Indoor-/Outdoortrainings.

Im Rahmen von ein- und mehrtägigen Kursprogrammen, sowie wöchentlichen Begleitungen an Schulen gestalten die Mitarbeiter erlebnispädagogische Einheiten. Diese sind in ihrem äußeren Ablauf von Interaktions-, Sinnes- und Naturerfahrungsübungen, sowie von natursportlichen Aktivitäten, wie Floßbauten, Seilaktionen, Klettern, Niedrigseilelementen, Bogenschießen und Orientierungsläufe (GPS-Touren) geprägt. Auch werden Angebote in der Psychomotorik durchgeführt.

Umfeld der Einrichtung
Der Sitz der Outdoorschule Nenana ist in Waldburg. Dort befinden sich das Büro und das Lager für unsere Materialien. Da die Trainer hauptsächlich in der Natur arbeiten, ist unser Einzugsbereich bodenseeweit. Das heißt, dass Orte und Plätze flexibel gewählt werden können und nach Absprache mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltungen und Förstern gearbeitet wird.

Zielgruppe
Jungen im Alter von fünf bis elf Jahren.

Die Zusammensetzung der Gruppe richtet sich nach dem Bedarf der Kindergärten und Schulen. Aufgrund von gruppendynamischen Prozessen sollte der Altersunterschied der Jungen bei einer Aktion nicht zu groß sein.

Die Zielgruppe soll etwa eine Größe von fünf bis vierzehn Kindern umfassen, wiederum je nach Bedarf der Vorschulgruppe oder Schulklasse.

Ziele

  • Die Jungen erleben Empathie von einem pädagogischen (Fach-) Mann
  • Die Jungen sind in ihrer eigenen Geschlechterrolle gestärkt
  • Die Jungen können ihre Energie und Muskelkraft zeigen und ausleben
  • Die Jungen können besser mit Frustration und Niederlagen umgehen
  • Die Jungen sind in ihrem Selbstvertrauen gestärkt


Strategie
Durch die eigenen Erfahrungswerte der männlichen Gruppenleiter und deren pädagogischen Ausbildungen können diese die Bedürfnisse der Jungen verstehen und darauf individuell eingehen. Auch haben die männlichen Fachkräfte durch ihr eigenes „Mann-Sein“ eine größere Risikobereitschaft in Wettkampfspielen und im Umgang mit Materialien.

Inhalte
Die Jungen sollen all jene Bedürfnisse ausleben können, die für Jungen wichtig sind. Dabei soll ein respektvoller Umgang untereinander gewahrt werden.

Durch Bewegung, Körperkontakt, Rangen, und Sich Messen im Wettkampf sollen die Jungen die Möglichkeit haben, ihren Körper wahrzunehmen und ihre eigenen Kräfte zu spüren. Jungs sollen ihre Stimme zeigen können, schreien und laut sein dürfen. Sie sollen sich in der Natur schmutzig machen dürfen, mit Stecken kämpfen können und mit Naturmaterialien Hütten bauen.

Wir wollen den Kindern einen Rahmen bieten, in dem sie diese Bedürfnisse leben dürfen, Risiken eingehen und sich ausprobieren können. Durch das Eingehen und Abschätzen von Risiken können die eigenen Grenzen wahrgenommen werden und ein guter Umgang mit Frustrationen und Niederlagen erlernt werden.

Voraussetzung
Je nach Möglichkeit der Einrichtung, kann die Aktion in den Gruppenräumen bzw. Klassenzimmern oder der naheliegenden Turnhalle stattfinden. Außerdem soll vor allem auch die Natur erlebt werden, in der die Kinder einen großen Bewegungsradius haben, sich austoben können und laut sein dürfen. Wir benutzen die Materialien, die bereits in der Einrichtung und der Natur vorhanden sind und ergänzen diese gegebenenfalls mit Materialien der Outdoorschule.

Termin
Das Programm, soll einmal wöchentlich über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten stattfinden. Der genaue Umfang beträgt zwei Stunden pro Nachmittag und ist in sechs Treffen aufgeteilt. Auch werden ein Treffen zur Vorbesprechung und ein Abschlussgespräch stattfinden. Falls der Bedarf weiterhin besteht, kann dieser Zeitraum auch gerne verlängert werden.

Budget
Das Projekt soll über den Träger der Einrichtung finanziert werden. Ist dies nicht möglich, müsste die Einrichtung nach eventuell in Frage kommenden Sponsoren Ausschau halten.


Adressaten der Konzeption

Outdoorschule Nenana
Kastanienweg 10
88289 Waldburg

Leiter: Markus Neubert
Trainer: Jörg Sick, Magnus Bürkle u.a.
Konzeptionsausarbeitung: Markus Neubert, Carolin Wiehler, Anja Lang
Supervision: Carolin Wiehler